Pflegefachfrau/Pflegefachmann

Ausbildungsbeginn:

01.04. und 01.10. eines jeden Jahres

Ausbildungsdauer und -ort:

Drei Jahre

an unseren Krankenhäusern, an der Pflegeschule und an den Häusern der angeschlossenen Kooperationspartner.

Ausbildungsziel:

Sie erlangen durch die Ausbildung den allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung insbesondere bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten. Die Pflege wird dabei unter Einbeziehung präventiver, rehabilitativer und palliativer Maßnahmen auf die Wiedererlangung, Verbesserung, Erhaltung und Förderung der physischen und psychischen Gesundheit der zu pflegenden Patienten ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Pflege- und Lebenssituationen sowie Lebenssphasen, Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Patienten berücksichtigt.

Ausbildungsvergütung (01.03.2019 – 31.08.2020):

  • 1. Jahr: ca. 1.140 Euro
  • 2. Jahr: ca. 1.202 Euro
  • 3. Jahr: ca. 1.303 Euro

Zulassungsvoraussetzungen:

Voraussetzung für den Zugang zu der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ist (gemäß PflBG §11)

  • 1. der mittlere Schulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss oder
  • 2. der Hauptschulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss, zusammen mit dem Nachweis
    • a) einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer,
    • b) einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer, die die von der Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2012 und von der Gesundheitsministerkonferenz 2013 als Mindestanforderungen beschlossenen „Eckpunkte für die in Länderzuständigkeit liegenden Ausbildungen zu Assistenz- und Helferberufen in der Pflege“ (BAnz AT 17.02.2016 B3) erfüllt,
    • c) einer bis zum 31. Dezember 2019 begonnenen, erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer oder
    • d) einer auf der Grundlage des Krankenpflegegesetzes vom 4. Juni 1985 (BGBl. I S. 893), das durch Artikel 18 des Gesetzes vom 16. Juli 2003 (BGBl. I S. 1442) aufgehoben worden ist, erteilten Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer
    • oder
  • 3. der erfolgreiche Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung.

Bewerbungsunterlagen:

  • Bewerbungsschreiben
  • Lebenslauf
  • Passbild
  • Schulabschlusszeugnis
  • Evtl. Arbeitszeugnisse

Bitte richten Sie Ihre Bewerbungen (jederzeit) an:

Universitätsmedizin Essen – Ruhrlandklinik
Pflegedirektion
Dagmar Derendorf
Tüschener Weg 40
45239 Essen

Digitale Bewerbungen schicken Sie bitte an:

pflege.bewerbung@rlk.uk-essen.de

Ausbildungsprogramm:

Nach dem Pflegeberufegesetz und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung erhalten alle Auszubildenden zwei Jahre lang eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung, in der sie einen Vertiefungsbereich in der praktischen Ausbildung wählen.

Auszubildende, die im dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortsetzen, erwerben den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“.

Praktische Ausbildung:

  • Gesamtstunden: 2.500 Stunden
  • Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38,5 Stunden innerhalb einer Fünf-Tage-Woche.
  • Dienst am Wochenende findet in der Regel alle 14 Tage statt.
  • Die Arbeitszeiten richten sich nach dem bestehenden Rahmendienstplan – in Frühdienst, Spätdienst sowie im zweiten Ausbildungsdrittel in Nachdienst.

Praktische Ausbildung in verschiedenen stationären oder ambulanten Fachbereichen:

Innere Medizin, Chirurgie, Psychiatrie, Gynäkologie, Wochen- und Neugeborenenpflege, Kinderheilkunde, Neurologie, Geriatrie, Ambulanzen, ambulante Krankenpflege und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens. Die praktische Ausbildung erfolgt stellenweise in den benachbarten und angeschlossenen Krankenhäusern.

Theoretische Ausbildung:

Gesamtstunden: 2.100 Stunden
Unterrichtszeiten (je 45 Minuten)
Blockunterricht im Intervall

Die Ausbildung soll insbesondere dazu befähigen:

1. die folgenden Aufgaben selbstständig auszuführen:

  • a) Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs und Planung der Pflege,
  • b) Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses,
  • c) Durchführung der Pflege und Dokumentation der angewendeten Maßnahmen,
  • d) Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege,
  • e) Bedarfserhebung und Durchführung präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen,
  • f) Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen bei der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit sowie bei der Erhaltung und Stärkung der eigenständigen Lebensführung und Alltagskompetenz unter Einbeziehung ihrer sozialen Bezugspersonen,
  • g) Erhaltung, Wiederherstellung, Förderung, Aktivierung und Stabilisierung individueller Fähigkeiten der zu pflegenden Menschen insbesondere im Rahmen von Rehabilitationskonzepten sowie die Pflege und Betreuung bei Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten,
  • h) Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes und Durchführung von Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen,
  • i) Anleitung, Beratung und Unterstützung von anderen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen in den jeweiligen Pflegekontexten sowie Mitwirkung an der praktischen Ausbildung von Angehörigen von Gesundheitsberufen,
  • 2. ärztlich angeordnete Maßnahmen eigenständig durchzuführen, insbesondere Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation,

3. interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen fachlich zu kommunizieren und effektiv zusammenzuarbeiten und dabei individuelle, multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen bei Krankheitsbefunden und Pflegebedürftigkeit zu entwickeln sowie teamorientiert umzusetzen.

Während der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann werden ein professionelles, ethisch fundiertes Pflegeverständnis und ein berufliches Selbstverständnis entwickelt und gestärkt.

Prüfungen:

schriftliche, mündliche und praktische Zwischen- und Examensprüfung
Über den erfolgreichen Abschluss entscheiden nicht nur die Prüfungen, sondern auch die Leistungen während der ganzen Ausbildungszeit.

Abschluss der Ausbildung:

staatlich anerkanntes Gesundheits- und Krankenpflegeexamen